Kirchenbau

Der Bau der Kirche

1902 erfolgte der erste Spatenstich zum Bau der Kirche. Architekt war Wilhelm Schulte aus Neustadt. Am 7. September des gleichen Jahres wurde die Grundsteinlegung begangen. Als Opfergabe wurden auf den Grundstein 1520 RM gelegt. Die Widmung dazu lautete: "Allen Späteren, die diese Eintragung sehen, sei Heil und Sicherheit von Gott und sie mögen beten für uns Verstorbene."

Am 16 Oktober 1904 fand das Fest der Kirchenbenedikation und der Glockenweihe statt. Am 21. November 1904 wurde Erbach-Reiskirchen als Pfarrei unter dem Patronat des bayrischen Königs wieder zur Pfarrei erhoben. (D.h. der jeweilige Pfarrer war königlich bayrischer Beamter).

Am 27. Juni 1906 fand die feierliche Konsekration der Kirche statt, vollzogen von Bischof  Dr. Konrad Busch  aus Speyer. Zu diesem Zeitpunkt war die Kirche im Innern beileibe noch nicht fertiggestellt. Die Innenausstattung erfolgte  nach und nach je nach Ergiebigkeit der Geldmittel. So wurden Kirchenbänke, Kommunionbank, Kanzel, Kreuzweg, Altäre, Beichtstühle und  Orgel nach und nach beschafft.

Die Architektur der Kirche

St. Andreas ist eine dreischiffige Hallenkirche im spätgotischen Stil. Im Westen wird das Bauwerk durch einen 64 m hohes Turmbauwerk abgeschlossen, im Osten durch einen dreiseitig geschlossenen Chor mit Netzgewölbe.  Das Kirchenschiff ist untergliedert in 3 Joche wobei die Decken als Kreuzrippengewölbe ausgebildet sind. In folge dessen finden wir auch drei Fensterachsen mit reichlich Maßwerk, das sich in der Empore fortsetzt.