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Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Hl. Johannes XXIII. gehören.

Maria vom Frieden Erbach

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St. Andreas Erbach

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St. Josef Jägersburg

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St. Remigius Beeden

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Kirchengebäude

948 wurden Beeden und Schwarzenbach von der Stadtkirche St. Michael abgetrennt und dem Seelsorger in Limbach zur "Pastoration" übertragen. An Pfingsten des selben Jahres wurde eine Notkirche (Baracke) eingeweiht, die bis zur Weihe der jetzigen Kirche der Gemeinde als Gottesdienstraum diente. Die Baracke steht heute noch - ohne Glockentürmchen.

Am 18. Oktober 1953 konnte der Grundstein für die Remigiuskirche gelegt werden. Eigentlicher Bauherr war der Seelsorger von St. Michael, Dekan Greiff. Praktisch leitete die Maßnahme der langjährige Pfarrer von Limbach und Beeden, Johannes Bechem (1942 - 1984).

Architekt war der Beeder Herbert Lück, der später auch die Kirche St. Fronleichnam erbaute. Er hatte im Krieg ein Gelöbnis gemacht, alles daranzusetzen, in Beeden eine Kirche zu bauen. Durch den großen Einsatz vieler Beeder, sowohl finanziell wie auch durch eigenen Arbeitsbeitrag, wurden alle Steine im Inneren der Kirche selbst gebrannt.

Am 18. Juni 1954 wurden Beeden - Schwarzenbach eine eigene Kirchengemeinde. Am 15. November 1954 feierte man Richtfest. Ein Jahr später, am 6. November 1955, weihte der Speyerer Bischof Isidor Markus Emanuel die Filialkirche St. Remigius.

Geschichtliches

Eine erste Kirche in Beeden gab es schon vor dem Jahre 750 - Beeden ist also die älteste Kirchengemeinde weit und breit. Die dem heiligen Remigius geweihte Kirche ist bis 1299 die Pfarrkirche für Homburg unter dem Patronat des Klosters Wörschweiler. Eine zweite Kirche wurde im 14. Jahrhundert erbaut und im 30-jährigen Krieg zerstört. Die Ruine des frühgotischen Kirchturms steht heute inmitten des Dorfes und bildet, umgeben von einer gepflegten Grünananlage mit angrenzendem Spielplatz, einen beliebten Treffpunkt.

Die katholische Kirchengemeinde St. Remigius liegt im Südwesten Homburgs. Beeden, das heute ca. 1.250 Katholiken zählt, war ursprünglich Pfarrsitz von Homburg, dann Filiale von Homburg St. Michael. Nach mehreren Umpfarrungen gehörte Beeden St. Remigius seit 1. Januar 2010 zur Pfarrei Maria vom Frieden und seit 1.9.2011 zur Projektpfarrei Homburg 1, der künftigen Pfarrei Johannes XXIII.

Kirchenfenster

Sehenswert ist neben der von ihm geschaffenen modernen Statue des heiligen Remigius das elf Meter breite und sechs Meter hohe Buntglasfenster des renommierten Exilungars György Lehoczky aus dem Jahr 1955.

Zusammengefasst wurde die Heilsgeschichte dargestellt, in die der Künstler die Taufe des ersten Frankenkönigs Chlodwig durch den hl. Bischof Remigius von Reims an Weihnachten 496 hineinkomponiert hat.

 

Entstehungsgeschichte des Kirchenfensters

Die Fenster der katholischen Kirche St. Remigius in Homburg-Beeden sind Meisterwerke des renommierten Künstlers György Lehoczky. Sie wurden 1955 gestaltet und stellen den attraktiven künstlerischen Mittelpunkt der St. Remigiuskirche dar.

Bei der Gestaltung der Kirchenfenster hat es der Künstler in meisterlicher Weise verstanden, zentrale Aspekte des christlichen Glaubens - insbesondere die Auferstehung Jesu - mit Szenen aus dem Wirken des heiligen Remigius zu verknüpfen. In dessen Mittelpunkt steht die Taufe des Frankenkönigs Chlodwig, mit der der entscheidende Schritt für die Christianisierung Westeuropas im Jahre 496 in Reims (Frankreich) eingeleitet wurde.

Der Betrachter erlebt hier ein Bild, in dem tiefste Frömmigkeit, historische Fakten und die Meisterschaft künstlerischer Gestaltungskraft zu einer überzeugenden Symbiose verschmolzen sind.

Die Fenster gestaltete György Lehoczky, nachdem er den ersten Preis bei dem Wettbewerb im Dezember 1954 errungen hatte. 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten ihre Werke der Jury präsentiert, der neben den "Laienrichtern" aus dem kirchlichen und kommunalen Bereich auch Fachleute für Kunst und Architektur wie etwa Prof. Dr. Kleint von der damaligen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken oder der Münchener Maler Braun angehörten. Diese Jury würdigte Lehoczkys Entwurf "in sakraler, künstlerischer und handwerklicher Hinsicht": "Die drei Fenster wirken wie ein großer einheitlicher Teppich."

Der Künstler

Der Künstler wurde im Jahre 1901 in Vihnye in Ungarn geborben. Er absolvierte sein Architekturstudium an der Budapester Technischen Hochschule. Seit 1947 bis zu seinem Tod 1979 lebte und wirkte er in Saarbrücken.

Als Architekt (und Mitglieder der Architektenkammer) zeichnete er für die Errichtung zahlreicher Bauten verantwortlich. Gleichzeitig arbeitete er erfolgreich als Glasmaler, Tafelbild- und Freskenmaler sowie Emailleur. Dabei erhielt er vor allem Aufträge aus dem kirchlichen Bereich.

In der Beeder Remigiuskirche hat rechts vom Hauptaltar auch die von ihm gestaltete Figur des Kirchenpatrons ihren Platz gefunden.

(K.K. Hirsch)

Statue des Hl. Remigius

Für die Remigiuskirche wurde im Jahre 1986 von Emil Mrowetz, Tholey-Überroth, eine Statue des Kirchenpatrons aus Holz geschaffen. Sie zeigt den hl. Remigius mit Taufschale und Ölfläschchen.

Orgel

Die Orgel in der Remigiuskirche ist ein kleines und feines einmanualiges Instrument. Sie ertönt bei Gottesdiensten und Konzerten. Die Weimbs-Orgel verfügt eine mechanische Traktur und besonders feine Register.

Eindrücke

Kreuz

Das mächtige Kreuz im Chorraum ist ein Geschenk der Pfarrgemeinde St. Michael. Die eindrückliche Gestalt des Gekreuzigten lädt zur intensiven Auseinandersetzung mit Passion und Erlösung ein.

 

Die Glasfenster im Altarraum

erzeugen zusammen mit den bunten Mosaikfenster des Hauptraumes ein wunderbar warmes Licht und mildern die Eindringlichkeit der überlebensgroßen gekreuzigten Christusgestalt.

 

 

 

 

Glasausschnitt der Eingangstüren

 

 

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