Donnerstag, 03. September 2026
DANKE
DANKE
Liebe Leserinnen und Leser unseres Pfarrbriefs und unserer Homepage,
DANKE – dieses eine Wort steht auf dem Titelbild unseres neuen Pfarrbriefs. Ein kleines Wort, nur fünf Buchstaben – und doch steckt so viel darin.
Danke sagen heißt: Ich sehe, was mir geschenkt wurde. Ich nehme das Gute nicht als selbstverständlich hin. Ich freue mich über Menschen, Begegnungen und Augenblicke, die mein Leben bereichern. Und für uns als Christinnen und Christen bedeutet Danke noch mehr: Wir dürfen unser Leben als Geschenk verstehen und darauf vertrauen, dass Gott mit uns unterwegs ist.
Wenn wir auf die vergangenen Wochen und Monate zurückblicken, dann haben wir in unserer Pfarrei wirklich viele Gründe, Danke zu sagen.
Wir denken besonders an unsere Sommerkirche 2026. An viele schöne Augenblicke, Begegnungen und ganz unterschiedliche Gottesdienste: „Aperol & Gott“, das Morgengebet am See, Kerb in Erbach, das Abendlob in St. Andreas, Mariä Himmelfahrt mit Lichterprozession und unseren Frühstücksgottesdienst. Unterschiedliche Orte, unterschiedliche Formen – aber immer die Erfahrung: Kirche lebt dort, wo Menschen zusammenkommen, miteinander beten, feiern, lachen und Gemeinschaft erleben.
Danke allen, die dabei waren. Danke denen, die sich bei Wind und Wetter auf den Weg gemacht haben und sich auch von sommerlicher Hitze nicht abhalten ließen. Und vor allem: Danke allen, die vorbereitet, aufgebaut, organisiert, gestaltet und im Hintergrund dafür gesorgt haben, dass all das möglich war.
Ein besonderer Grund zur Dankbarkeit war auch unser großes Fest in Maria vom Frieden: 70 Jahre Kirchweihe, 75 Jahre Kirchenchor und die Einführung unseres Pfarrei- und Seelsorgeteams. Es war ein frohes Fest der Begegnung und der Gemeinschaft. Unser Diözesanadministrator Markus Magin hat es in seiner Predigt wunderbar verstanden, diese drei Anlässe miteinander zu verbinden und deutlich zu machen: Wir dürfen dankbar zurückblicken – und zugleich voller Vertrauen nach vorne schauen.
Und so sagen auch wir ganz persönlich Danke: für die herzliche Aufnahme, für die vielen guten Wünsche, für Zuspruch, Unterstützung und Begleitung unseres neuen Pfarrei- und Seelsorgeteams. Das alles macht Mut für die Aufgaben, die vor uns liegen, und für unseren gemeinsamen Weg in der Pfarrei Heiliger Johannes XXIII.
Unser Dank gilt in diesen Tagen aber auch unserem emeritierten Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niedergelegt hat. 18 Jahre lang hat er als Bischof von Speyer Verantwortung getragen, unser Bistum geprägt und sich für die Menschen eingesetzt. Für seinen bischöflichen Dienst, für viele Begegnungen und für alles, was er unserem Bistum mit auf den Weg gegeben hat, sagen wir von Herzen: Danke! Wir wünschen ihm für die kommende Zeit vor allem Gesundheit, Kraft und Gottes reichen Segen.
Gleichzeitig begleiten wir unseren Diözesanadministrator Markus Magin mit unseren guten Wünschen und unserem Gebet. Für die Verantwortung, die er in dieser Zeit der Vakanz übernommen hat, wünschen wir ihm Kraft, Zuversicht und Gottes Segen.
Und dann heißt es für uns auch: warten, hoffen und beten. Noch wissen wir nicht, wann Papst Leo XIV. einen neuen Bischof für unser Bistum ernennen wird und wer es sein wird. Bitten wir Gott um seinen Heiligen Geist, damit ein guter Bischof zu uns kommt – ein Mensch, der zuhört, Mut macht, den Glauben glaubwürdig lebt und gemeinsam mit den Menschen den Weg unseres Bistums in die Zukunft geht.
Ein weiteres großes Danke wird am letzten Septemberwochenende im Mittelpunkt stehen, wenn wir Erntedank feiern. Gerade nach diesem heißen Sommer dürfen wir neu wahrnehmen, wie wenig selbstverständlich vieles ist: dass die Erde Früchte trägt, dass wir Nahrung und Wasser haben, dass Menschen säen, pflanzen, pflegen und ernten. Wir danken für Gottes gute Schöpfung und für all das, was uns Tag für Tag geschenkt wird.
Vielleicht lädt uns dieses kleine Wort auf dem Titelbild ein, in den kommenden Wochen selbst einmal bewusster hinzuschauen: Wofür bin ich dankbar? Welcher Mensch tut mir gut? Welche Begegnung hat mich berührt? Was nehme ich vielleicht viel zu oft als selbstverständlich hin?
Dankbarkeit verändert nicht alles. Aber sie verändert manchmal unseren Blick auf das, was ist.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Freude beim Lesen dieses Pfarrbriefs, beim Entdecken der kommenden Gottesdienste, Veranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten – und viele kleine und große Augenblicke, in denen Sie von Herzen sagen können: DANKE!
Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen im Namen des Seelsorgeteams
Holger Weberbauer, Diakon




