Mittwoch, 20. November 2013

„Kirche hat ihren Platz an der Seite der Armen“

Der philippinische Erzbischof Orlando Quevedo (links, mit „pilger“-Chefredakteur und Missio-Gästen) freute sich über die Spende als Zeichen

Gast von den Philippinen: Erzbischof Quevedo baut in der Seelsorge seiner Diözese auf Basisgemeinden

Der philippinische Erzbischof Orlando Quevedo ist ein beeindruckender Mann –  freundlich, offen, humorvoll, mit einer klaren Vision von Kirche. Im Zusammenhang mit dem diesjährigen Weltmissionssonntag besuchte er das Bistum Speyer und die Redaktion des „pilger“ (siehe auch Beitrag auf Seite 11).
Der Erzbischof sieht die katholische Kirche in Asien auf dem richtigen Weg. Es gehe um eine völlige Erneuerung des kirchlichen Lebens an der Seite der Armen und im Dialog mit anderen Religionen, erklärte Quevedo. „Wir wollen demütige Diener sein“, betonte er. Diese Vision von Kirche teile auch Papst Franziskus. Der Bau von Kirchen sei wichtig, sagte der Erzbischof. Wichtiger aber sei die Stärkung des Glaubens. Dies geschehe etwa in Ausbildungsseminaren, in denen Laien lernten, kirchliche Basisgemeinden aufzubauen. Das kirchliche Leben in den Dörfern seiner Erzdiözese werde von kleinen Gemeinschaften von Familien getragen, so der Erzbischof. Diese träfen sich jede Woche, um gemeinsam zu beten, in der Bibel zu lesen und diese in den Alltag zu „übersetzen“. Am Sonntag bringe dann ein Laienhelfer die Kommunion zu den Basisgemeinden.
Von der Aktion Silbermöwe konnte Erzbischof Quevedo  bei seinem Besuch im „pilger“  als Zeichen der Solidarität einen Scheck über 5000 Euro entgegennehmen.